Klinische Forschergruppe 218/1

Professorin Annette GrŸters-Kieslich , Dekanin der CharitŽ, Portraits am 16. Juni 2010 Foto© David Ausserhofer
Adipositas und Übergewicht sind eine der großen Herausforderungen der Gesundheitssysteme weltweit. Erstmalig kam es durch die zunehmende Häufigkeit des Übergewichts und den damit assoziierten Erkrankungen aus dem Bereich des metabolischen Syndroms zu einer Verminderung der allgemeinen Lebenserwartung. Grundsätzlich ist eine Verbesserung der kardiovaskulären Risikofaktoren durch eine Gewichtsreduktion möglich. Die meisten therapeutischen Maßnahmen induzieren aber keinen dauerhaften Gewichtsverlust, da es durch hormonelle Mechanismen zu einer Gegenregulation kommt und langfristig zu einer Wiederzunahme des Körpergewichts. Diese Prozesse beim Menschen im Detail zu verstehen, steht im Fokus der DFG-geförderten Forschergruppe „Hormonelle Regulation des Gewichts¬erhalten“ (KFO 281/1). Im Rahmen der Forschergruppe werden sowohl experimentell wie auch klinisch neue therapeutische Konzepte geprüft, insbesondere im Hinblick auf ihre langfristige Wirksamkeit bei der Gewichtsreduktion.
Die klinische Forschergruppe führt die Experten im Bereich Stoffwechsel und Adipositas in Berlin zusammen. Im Besonderen ist hervorzuheben, dass die Adipositas-Problematik sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen untersucht wird. Durch diese breit angelegten Aktivitäten entsteht an der Charité eine Plattform, die im Bereich Adipositas / Metabolismus wissenschaftlich international konkurrenzfähige Forschung betreiben, aber auch den Patienten ein exzellentes Therapieangebot machen kann. Es ist ausdrücklich das Ziel der Forschergruppe, die experimentellen Ergebnisse direkt in die klinische Praxis zu übertragen.
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